Plattformvergleich

Shopware vs. Shopify: Welches Shopsystem passt zu Ihrem Shop?

Shopware 6 und Shopify im Praxisvergleich: Kosten, B2B-Funktionen, Flexibilität, Hosting und für welche Shops sich welches System eignet.

Kurze Antwort

Shopify ist die schnellere, einfachere Wahl für D2C-Marken mit Standardprozessen. Shopware 6 passt meist besser zu B2B-Händlern, großen Sortimenten, individuellen Schnittstellen und Shops mit Fokus auf Deutschland und Europa. Shopify ist ein gehosteter Abo-Dienst. Shopware ist Open Source: Sie starten mit der kostenlosen Community Edition auf eigenem Hosting oder buchen einen kostenpflichtigen Shopware-Plan. Entscheidend ist Ihr Geschäftsmodell, nicht die Feature-Liste.

Shopware vs. Shopify im Überblick

Shopify Shopware 6
Modell Gehostetes SaaS-Abo Open Source; selbst gehostet, PaaS oder Shopware SaaS
Einstieg Basic-Plan 39 $/Monat (29 $ bei jährlicher Zahlung) Community Edition: keine Lizenzgebühr; Sie zahlen Hosting und Entwicklung
Weitere Pläne Grow 105 $, Advanced 399 $ pro Monat; Shopify Plus ab ca. 2.300 $/Monat Rise ab 600 €/Monat, Evolve ab 2.400 €/Monat, Beyond auf Anfrage
Zahlungsgebühren Zusatzgebühr bei anderen Zahlungsanbietern als Shopify Payments Keine Plattformgebühr auf externe Zahlungsanbieter
B2B B2B-Funktionen vor allem in Shopify Plus B2B-Komponenten (Angebote, Freigaben, Kundenpreise) in Evolve und Beyond
Anpassbarkeit Themes und Apps; Kerncode nicht änderbar Voller Zugriff auf Code, Datenmodell und APIs
Daten und Hosting Hosting durch Shopify Freie Wahl von Hoster und Serverstandort
Stärkster Markt USA, UK, internationaler D2C-Handel Deutschland, Österreich, Schweiz und Europa

Kosten: Die Lizenz ist nur ein Teil

Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre, nicht nur den Monatspreis. Dazu gehören Entwicklung, Apps oder Erweiterungen, Hosting, Zahlungsgebühren und Wartung.

  • Shopify: niedrige Startkosten, aber App-Abos und Zahlungsgebühren wachsen mit dem Umsatz.
  • Shopware Community Edition: keine Lizenzgebühr, dafür Kosten für Hosting, Einrichtung, Updates und Sicherheit. Übersteigen die Shops in Ihrem Shopware-Account 1 Mio. € GMV pro Jahr, verlangt Shopware für den weiteren Account- und Store-Zugang einen kostenpflichtigen Plan.
  • Shopware-Pläne: Preis abhängig vom GMV und weiteren Faktoren; enthalten Support, B2B- und erweiterte Funktionen.

Preise laut shopify.com und shopware.com (Stand Oktober 2026). Preise ändern sich – bitte beim Anbieter prüfen.

Wann Shopify die bessere Wahl ist

  • Sie verkaufen Standardprodukte direkt an Endkunden.
  • Sie wollen mit einem kleinen Team schnell starten.
  • Sie brauchen keine tiefe ERP-Anbindung oder individuelle Preislogik.
  • Ihr Hauptmarkt sind die USA oder andere englischsprachige Länder.

Wann Shopware die bessere Wahl ist

  • Sie verkaufen B2B – mit Kundengruppen, individuellen Preisen, Angeboten oder Freigabeprozessen.
  • Sie haben ein großes Sortiment mit vielen Varianten.
  • Ihr Shop muss eng mit einem ERP wie Microsoft Dynamics 365, einem PIM oder einem Lagersystem verbunden sein.
  • Sie verkaufen vor allem in Deutschland oder Europa und brauchen deutsche Rechtsanforderungen und Zahlungsarten.
  • Sie wollen volle Kontrolle über Code, Daten und Hosting.

Sie nutzen bereits ein anderes System? Lesen Sie WooCommerce zu Shopware migrieren.

Häufige Fragen

Ist Shopware günstiger als Shopify?

Das hängt von der Größe ab. Die Shopware Community Edition hat keine Lizenzgebühr, aber Hosting und Entwicklung kosten am Anfang mehr. Für größere oder B2B-Shops ist Shopware langfristig oft günstiger, weil keine Plattform-Zahlungsgebühren und weniger kostenpflichtige Apps anfallen.

Ist Shopware für kleine Shops geeignet?

Ja, mit einem Partner für Hosting und Einrichtung. Sehr kleine D2C-Shops ohne technische Ressourcen sind mit Shopify oft schneller am Start.

Kann ich von Shopify zu Shopware wechseln?

Ja. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich aus Shopify exportieren und in Shopware 6 importieren – mit 301-Weiterleitungen für die SEO.

Welches System ist besser für B2B?

Meist Shopware. Die kostenpflichtigen Pläne bieten Angebote, Bestellfreigaben und kundenspezifische Preise, und das offene Datenmodell erleichtert die ERP-Anbindung.

Geschrieben von Farhaj Uddin, Gründer von SolutionThinker. SolutionThinker entwickelt seit 2005 Web-, E-Commerce- und App-Projekte für Unternehmen in Deutschland und den USA. Zuletzt geprüft: Oktober 2026.

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